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DIE PILGERWEGE DURCH OSLO
Ein Pilgerweg ist vor allem durch das Ziel definiert. Die Ausgangspunkte können nah oder fern sein und sie waren ursprünglich die Heimat der Pilgerin oder des Pilgers, die⁄der sich auf Pilgerreise begab. Die Pilgerreise fing oft mit einer Segnung von der lokalen Gemeinde an. Heute ist der Pilgerpass ein Teil dieses Rituals.
Die Wege durch Oslo sind am Kontinent angebunden durch Dänemark über Viborg und Frederikshavn, und von dort aus mit dem Boot nach Göteborg oder Oslo. Oder durch Schweden über Lund und
Vadstena.
Sie sind Teil des gemeineuropäischen Wegnetzes, das unterschiedliche Pilgerziele verbindet.
In Hamburg steht ein Wegweiser, der den Abstand zu den Pilgerzielen im Norden und Süden zeigt. Hamburg stellt die Grenzlinie zwischen den südlichen und nördlichen Pilgerwegen dar.
Die Pilger⁄–innen wanderten ursprünglich auf den
Landstraßen mit anderen Reisenden zusammen. In neuerer Zeit sind eigene Pilgerwege hervorgebracht, um den Pilgernden gegen den motorisierten Verkehr zu schützen, und die Mehrheit der Pilger und Pilgerinnen suchen Stellen entlang diesen Wegen auf, um ihre Pilgerwanderung anzufangen.
Seit der Öffnung der Pilgerwege in 1997 hat die Anzahl der wandernde langsam zugenommen, und die Wege von Oslo nach Nidaros sind zwischen den meist benutzten unter Pilger und Pilgerinnen, die auf eigener Hand wandern. Oslo ist als Hauptstadt ein natürlicher Ausgangspunkt für mehrere, die vom Süden aus nach Nidaros pilgern möchten, nicht zuletzt für ausländische Pilger⁄–innen.
DER ANFANG VON DER MARIAKIRCHE
An den Ruinen der Mariakirche anzufangen ist eine wohl integrierte Tradition. Auf dem Bild sehen wir zwei polnische Pilgerinnen, Lucyna und Danuta, zusammen mit Lise Tostrup Setek, Pfarrerin in Gamle Aker kirke.
Sie stehen an der Stelle des Hochaltars in der Mariakirche im Mittelalterpark. Im Hügel davor liegt eine Steinplatte mit folgender Inschrift: "Håkon V. Starb am 8. Mai 1319. Liegt hier begraben."
Die Mariakirche
Die Bedeutung der Kirche wird betont durch folgenden Text, der am Ruin zum Lesen steht:
Die Mariakirche. Die Kirche des Königs seit Anfang des 12. Jh.s bis 1542.
Die Kirche war im 14. Jh. zusammen mit Hallvardskatedralen und dem Nidarosdom eine von den schönsten Kirchen Norwegens. Die Mariakirche stand neben dem Königshof, und sie war königliche Kapelle.
Die älteste Kirche, aus der Mitte des 11. Jh.s, war eine einfache Stabkirche. Um Jahr 1100 wurde die Kirche durch eine Steinkirche ersetzt. Und ungefähr um Jahr 1200 wurde einen Turm erbaut, gleichzeitig wurde der Chor verlängert.
Ungefähr 100 Jahre später, während Håkon V's Regierungszeit, wurde die Kirche in Backstein umgebaut. Das Schiff wurde verlängert, und im West wurden zwei Türme errichtet, am Eingang zur Kirche. Ein neuer Kreuzchor wurde erbaut, um Platz für alle die Geistliche zu schaffen, die während des Gottesdienstes im Chor saßen. Der König Håkon V (Tod 1319) und die Königin Eufemia wurden in der Kirche begraben. Ihre Überreste liegen heute in Akershus Festung begraben.
In 1523 brannte die Kirche, und 1542 war sie so verfallen, dass man den Schaden nicht länger ausbessern konnte.
Der erste Meilenstein
Von der Mariakirche bewegen die Pilger⁄–innen sich über eine Fußgängerbrücke zum
ersten Meilenstein, der an den Ruinen der Clemenskirche steht. Der Stein trägt folgende Inschrift: 643 Km nach Nidaros. Jede Gemeinde entlang des Weges hat einen ähnlichen Meilenstein als Teil der Abmerkung der Trassen.